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Yago - Ein Hund hält uns auf Trab!

Yago - Ein erstaunlicher Hund!

Abenteuerspielplatz

Abenteuerspielplatz bei Hinterplärsch!

Abenteuerspielplatz bei Hinterplärsch!

Eines der Lieblingsziele sowohl von Yago als auch von mir auf unseren Spaziergängen und Wanderungen ist das Galgentobel oberhalb von Hinterplärsch bei Bludenz. An der ehemaligen Kunstrodelbahn aufwärts, durch lichten Wald, nähern wir uns auf schmalem Pfad dem großen Schotterbecken, wo die Wasser des Tobels auf sanft geneigtem Grund sich verzweigen, Mäander bilden und einen idealen Abenteuerspielplatz für Herr und Hund darstellen.

Kleiner Butzemann hat die Scheu vor rauschendem Wildwasser längst verloren und nimmt erstaunlich kraftvolle und weite Sätze, um ein gegenüberliegendes Ufer zu erreichen.

Ja, ich weiß! Ist er einmal von der Leine und überkommt ihn der jugendliche Übermut habe ich ein Problem! Unter keinen Umständen lässt er sich dann einfangen. Trotzdem heißt es für Yago nach ausreichend langer und mustergültigen Sitzübung „Frei!“ Ich locke Butzemann über einen vom Hochwasser angeschwemmten Baumstamm, auf dem ich, mühsam das Gleichgewicht haltend, übersetzen will. Doch Yago schafft das mit mächtigem Satz und schaut interessiert, in welche Schwierigkeiten sich Herrchen bringt, weil der Baum sich zu drehen beginnt…

Später stehe ich gebannt im Brennpunkt einer Ellipse, die sich der kleine Hund als Laufbahn für seinen rasenden Lauf ausgesucht hat. Da geht es steil eine sandige Böschung hinunter, im Bogen über den Flussschotter, weiter flussaufwärts, Böschung hinauf, im weiten Satz über das Wildwasser und das mehrere Runden lang. Welche Bewegungsfreude, welches Energiebündel!

Schapendoes haben wegen ihrer Verwendung als Hirtenhunde die Tendenz, bei ihrem Herrn zu bleiben. Das mache ich mir zunutze und entferne mich rasch aus dem Tobel und aus der Sichtweite des kleinen Rackers. Wird schon kommen – oder doch nicht? Bin schon weit weg und mein Beschützerinstinkt verbietet mir weiter zu gehen. Was ist, wenn ich ihn nicht finde? Jetzt mache ich mir schon leichte Sorgen. Etwas später sehe ich es Schwarz-weiß zwischen den Bäumen durchscheinen. Am Ausgang des Tobels sitzt ein Hündchen und rührt sich nicht von der Stelle. Ich nähere mich gemächlich, jetzt hat es mich entdeckt und lässt mich nicht mehr aus den Augen. Ich lobe den Kleinen überschwänglich und nehme ihn anstandslos an die Leine.

So, das Freilaufen ist auf unseren Ausflügen bis auf weiteres gestrichen, zumindest wird die Schleppleine obligat.

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